Kunst, Kultur & Bildung

QualiTEEt genießen im chinesischen Teeworkshop

16. September 2018

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QualiTEEt genießen im chinesischen Teeworkshop

Am 15. September hatten wir das große Privileg im Konfuzius Institut Hamburg an einem chinesischen Teeworkshop teilzunehmen. In kleiner Runde führte die Kursleiterin Dörte Hausbeck durch die verschiedenen Teesorten und zeigte uns worauf es bei der richtigen Zubereitung ankommt. Doch auch für die Teilnehmer ist guter Tee kein Neuland. In regem Austausch wird sich über Geschmacksnoten, Namensgebungen und persönliche Erfahrungen unterhalten.

Der Workshop begann an einem Tisch, auf dem fünf Schalen mit Tee standen. Unsere Leiterin Dörte Hausbeck führte uns in die verschiedenen Sorten, Namen und Farben ein. So gibt es in China den roten Tee (wir kennen ihn als schwarzen), den Wulong, den Grünen, den weißen, den gelben und den eigentlichen schwarzen Tee, in China Pu Er genannt. Letzterer zeichnet sich durch teilweise Jahrzehnte lange Lagerung und einen ganz besonderen Geschmack aus. Alle Sorten, so unterschiedlich sie auch schmecken, stammen von einer einzigen Pflanze, der Camellia sinesis.
Wir schauten aufmerksam zu, wie Frau Hausbeck heißes Wasser auf die Tees goss und sich daraufhin die Farbe des Wassers veränderte. Die Namen der Tees hätten nicht besser gewählt sein können. Die Teilnehmer ordneten die Sorten gezielt ihren Farben zu. Nach dem Riechen und Probieren der uns vorgestellten Tees, waren wir bereit selbst welchen aufzugießen. Wir setzten uns an einen Tisch, auf dem mehrere Bretter mit Teebesteck standen. Das besondere an den Brettern sind die Schlitze, durch die man überflüssiges Wasser abkippen kann. Dieses landet dann im Auffangbecken und wird nach der Zeremonie weggegossen. In China ist es üblich, dass die ganze Gruppe von einem dieser Bretter trinkt. Aus Übungszwecken hatten wir jedoch jeder eins.

Nach einer kurzen Einführung wurden uns zwei Tees, der Wulong und der Pu Er gerreicht. Besonders der Pu Er ist gewöhnungsbedürftig. Wer keinen Kaffee trinkt fängt schließlich auch nicht beim Espresso an.
Die Zubereitung des chinesischen Tees erfolgt in mehreren Schritten.
Zuerst werden die Kannen und Tassen mit heißem Wasser vorgewärmt und gereinigt. Anschließend wird der Tee in eine Tonkanne geben und mit kochendem Wasser aufgegossen. Der durchgezogene Tee wird nun in eine zweite Kanne gegeben. Aus dieser kann der Tee in die Tassen gefüllt werden. Die Besonderheit beim ersten Aufguss ist der so genannte Riechbecher, in den der Tee gefüllt und anschließend ausgegossen wird. Die im Becher hinterbliebenden Duftnoten gehören zum Genuss dazu. Je nach Sorte kann man verschieden viele Aufgüsse machen. Hierbei ist die Ziehzeit Ausschlag gebend für den Geschmack. Jeder Aufguss schmeckt anders und hat seine eigenen Noten.

An diesem Vormittag haben wir nicht nur guten Tee sondern auch die gute Gesellschaft genossen. Die chinesische Teetradition hat nicht nur geschmeckt sondern uns gelehrt sich mehr Zeit für die schönen Dinge zu nehmen.

Autoren: Jannik Pankow, Nicola Casper

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