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Der letzte Dalai Lama?

12. September 2018

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Der letzte Dalai Lama?

„Nein. Fast gar nicht“. Das war die Antwort des Dalai-Lamas auf die Frage, ob er die Chinesen hassen würde. Sie zeigt, welche Sicht er auf die Menschen hat, die ihn vor Jahrzehnten dazu zwangen aus Tibet zu fliehen und sich nach Indien ins Exil zu begeben.
Am Abend des 11.09 zeigte das Abaton Kino im Hamburger Stadtteil Rotherbaum den Dokumentationsfilm „Der letzte Dalai-Lama“, des US-amerikanischen Regisseurs Mickey Lemle. Nach „Compassion in Exile“, aus dem Jahre 1993, der zweite Film von Lemle über das Gesicht des Buddhismus. Der Hamburger Fotojournalist Christian Enger freute sich bereits vor dem Film auf die Vorstellung und hoffte, trotz jahrelanger Beschäftigung mit dem Thema, auf neue Erkenntnisse und Informationen. Der Film befasst sich mit mehreren Punkten. Neben der eigentlichen Frage, ob der jetzige Dalai-Lama nun der letzte ist, gibt es Einblicke in das Leben des tibetischen Volkes und die Geschichte der Tibeter. Unterstützt wird er hierbei von Philip Glass der für die Musik des Filmes verantwortlich war.
Helmut Steckel von der Tibet Initiative Deutschland e.V. und Gast Christof Spitz, Übersetzter des Dalai-Lamas in die deutsche Sprache, zeigten sich sehr erfreut über die doch zahlreichen Besucher. Sonst müsse man teilweise glücklich sein, dass fünf bis zehn Leute kommen, wenn es um das Thema Tibet geht, so Spitz.
Ob es einen Nachfolger des jetzigen Dalai-Lamas geben wird konnte aber auch er nicht beantworten. Eine Lösung, wie sie von der chinesischen Regierung angestrebt wird, bei der sie einen Nachfolger bestimmt, hält er für unwahrscheinlich. Dieser würde nie die Akzeptanz des tibetischen Volkes erlangen. Auch für weitere Fragen im Anschluss des Films war Christof Spitz offen und beantwortete auch noch 45 Minuten nach Ende des Films die Fragen des Publikums.
Es ist erstaunlich, dass das Schicksal der Tibeter bis heute in Deutschland nicht die Aufmerksamkeit erfährt, die es eigentlich erfahren sollte. „Bei all dem was wir (Deutschland) mit China an Handel betreiben (…), dass es ein ungeklärter Fall ist, der dennoch schwelt.“ Eine Aussage von Christian Enger, der in der anschließenden Fragerunde auch die Frage stellte, warum solch ein guter, informativer Film nicht im deutschen Fernsehen zu sehen war bzw. ist. Trotz der Arbeit von Organisationen, wie der Tibet Initiative Deutschland, geht es den von Jahr zu Jahr eher schlechter als besser.
Interessierte sollten am 15.09 um 12:50 das Abaton Kino aufsuchen. Dann gibt es eine weitere Vorstellung des Films. Gast wird Oliver Petersen von Tibetischen Zentrum Hamburg sein.

Autor: Philipp Schmalz

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